Rezension zu „Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ von Genki Kawamura

Cover Genki Kawamura Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden Sizz_liestAutor: Genki Kawamura

Titel: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Verlag: C. Bertelsmann

ISBN: 978-3-570-10335-7

Wenn man das Leben aus der Nähe sieht, ist es eine Tragödie, betrachtet man es jedoch aus der Ferne, ist es eine Komödie. (S. 77)

 


 

Worum geht´s

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes …

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Meine Meinung zum Buch 2

Nehmen wir mal an, du erfährst, dass du nicht mehr lange zu leben hast. Wärst du bereit etwas einzutauschen nur um länger am Leben bleiben zu können? Diese Wahl hat der namenlose Protagonist dieses Buches. Was er verschwinden lässt, wird uns ja bereits schon im Klappentext verraten, was ich sehr schade finde. Hier hätte man es vielleicht anders machen können. Das Thema bleibt trotzdem sehr interessant. Man denkt automatisch daran, ob man selber diesen Deal mit dem Teufel machen würde, der übrigens selber entscheidet was weg kommt, wenn man die Chance bekommt. Vor allem mit einem Teufel, der am liebsten Hawaiihemden trägt. Im Buch nennt der Protagonist ihn deswegen Aloha, was ich sehr witzig fand in Anbetracht der Tatsache, dass er ihn direkt sterben lassen würde wenn, er nicht bereit ist den Deal einzugehen. Überhaupt ist die Figur des Teufels sehr humorvoll. Am liebsten lacht er über seine eigenen Witze und hat eine Schwäche für Schokolade.

Ganz im Gegensatz zum Helden der Geschichte. Er ist ein ganz gewöhnlicher, man kann sogar sagen, langweiliger Zeitgenosse. Er ist dreißig Jahre alt und verbringt seinen Feierabend damit Filme zu schauen. Mehr macht er eigentlich nicht.  Im Laufe der Geschichte erfahren wir zwar etwas mehr über ihn, dass er zum Beispiel keine richtigen Freunde hat und warum es mit seiner großen Liebe nicht geklappt hat. Aber das macht ihn auch nicht interessanter. Das einzige Wesen, das ihm etwas bedeutet, ist sein Kater Weißkohl, denn seit dem Tod seiner Mutter hat er auch zu seinem Vater keinen Kontakt mehr. Nach und nach erfährt man auch warum das so ist.

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Was mir am Buch gefallen hat war der Schreibstil. Einfach und flüssig, fast schon minimalistisch. Es wird einem nicht langweilig beim Lesen. Weniger gut fand ich, dass nicht darauf eingegangen wurde was für Konsequenzen das Verschwinden von Telefon, Filmen und Uhren für den Rest der Menschheit hat. Die Grundidee für das Buch ist super, aber Genki Kawamura hätte viel mehr daraus machen können. Ich glaube aber auch, dass er es vielleicht so geschrieben hat, damit jeder der es liest, sich besser mit dem Protagonisten identifizieren kann und sich selber seine eigenen Gedanken über das Thema machen kann. Aber das ist nur so eine Vermutung. Natürlich fand ich Weißkohl und den Teufel sehr erfrischend im Gegensatz zur Hauptfigur, die mir trotz seiner Erkrankung und seinem Schicksal nicht wirklich sympathisch werden wollte.

Trotzdem würde ich das Buch weiterempfehlen, weil es einen zum Nachdenken bringt. Man denkt darüber nach ob man die Dinge, die man besitzt wirklich braucht oder wer einem im Leben wichtig ist. Ob es ein Mensch oder auch „nur“ eine Katze ist, bleibt jedem selber überlassen.

Eure Sizz 2

*Ich danke demRandomhouse Bloggerportal und C. Bertelsmann  für dieses Rezensionsexemplar.

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